Unsere Geschichte

Im Jahr 1907 gründete Josef Oechsle einen soliden handwerklichen Schmiedebetrieb in der Hubstraße in Ottersweier. Neben Kunstschmiedearbeiten entwickelte sein Forscherdrang einen Pflug mit Stahlgrindel, mit dem man drei Pflugkörper (Hack-, Wende- und Häufelpflug) mit einem Handgriff auswechseln konnte. Er bekam dafür im Jahr 1924 vom Patentamt Karlsruhe das Patent zuerkannt.

Daten zur Person:
Josef Oechsle, Schmiedemeister, geb. am 3. Januar 1872 in Ottersweier

21.05.1921 Heirat mit Berta Oechsle
31.12.1923 Geburt des Sohnes Max Josef
18.05.1925 Geburt der Tochter Gertrud
18.07.1926 Geburt der Tochter Paula-Luise
02.02.1933 Geburt der Tochter Charlotte-Adelheid

 

josef-oechsle-geschichte2In den 20er-Jahren entwickelten die Eheleute einen gut gehenden Handel mit landwirtschaftlichen Geräten, Pflügen, Eggen, Spritzen, Herden, Öfen, Waschkessel usw.

Am 10.10.1937 starb Josef Oechsle.

Im Dezember 1937 führte Berta Oechsle mit dem Schmiedemeister Ludwig Meier den Betrieb weiter bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939.

Sohn Josef bestand im Frühjahr 1942 mit Erfolg die Gesellenprüfung und wurde im April 1942 zur Wehrmacht eingezogen. Er kam im Winter 1944 schwer verletzt zurück und lernte im Lazarett in Oberachern seine spätere Frau Gertrud Senn kennen.

Am 1. Januar 1946 führte Berta Oechsle den Betrieb mit Sohn Josef und Meister Ludwig Meier wieder weiter.

Am 22. November 1953 heiratete Josef Oechsle Gertrud Senn in Oberachern.

Im Jahr 1951 wurde Robert Weber als Huf- und Wagenschmied in die Firma eingestellt. Seine Aufgabe war zusammen mit Ludwig Meier das Beschlagen der Pferde, Ochsen und Kühe, die den Einsatz der Geräte auf Feld und Acker in dieser Zeit möglich machten. Hierfür waren vier Feuerstellen in der Schmiede vorhanden. Vom Frühjahr bis Herbst wurden diese hauptsächlich zum Beschlagen der Tiere aus der Umgebung benötigt. In den Wintermonaten wurde das Schmiedefeuer für Fertigungen verwendet. Dazu gehörten Werkzeug, Hufeisen und anderes.

josef-oechsle-geschichte3Auch der Fahrzeugbau war ein wichtiger Teil in der Entwicklung des Unternehmens. Es wurden Einachser, Kipper und Anhänger auch nach speziellen Maßgaben hergestellt.

Mitte der 50er-Jahre wurden die Zugtiere immer mehr durch motorisierte Maschinen wie Traktoren und Mähdrescher abgelöst, und es erfolgte eine Ausweitung des Betriebes – der Handel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten sowie die Einrichtung einer Reparaturwerkstatt.

josef-oechsle-geschichte41959 erhielt Josef Oechsle den Meisterbrief im Landmaschinenhandwerk zu der bereits 1947 im Schmiedehandwerk abgelegten Meisterprüfung.

1962 übernimmt Josef Oechsle den Betrieb von der Mutter. Ausrichtung der ersten Hausmesse. Ein kontinuierlicher Ausbau des Betriebes auf den Fachgebieten Agrar-, Garten-, Forst- und Kommunaltechnik mit Werksvertretungen führender in- und ausländischer Hersteller. Die erste nennenswerte Traktorenvertretung war die Firma Güldner.

josef-oechsle-geschichte5Bis Ende der 60er-Jahre machte sich die Firma hiermit einen Namen. Durch Auflösen der Traktorenproduktion war man gezwungen, ein neues Fabrikat zu suchen. Man entschied sich für die Firma Lanz, die später durch die heutige Firma John Deere aufgekauft wurde.

1963 Bau der Werkstatthalle und des Ersatzteillagers mit Büroraum.

Ende der 60er-Jahre Übernahme der Werksvertretung von John Deere-Traktoren.

1969 bis 1980 Betrieb einer Filiale in Ötigheim, Benutzung als Landmaschinen-Reparaturwerkstätte und Verkaufsniederlassung.

1971 Neubau einer Unterstellhalle für Gebrauchtmaschinen in Ottersweier.

1976 Übernahme der Honda-Werksvertretung.

1976 – 1997 Josef Oechsle wird Mitglied des Gesellenprüfungsausschusses und Prüfungsvorsitzender bis 1997. Stellvertretender Vorsitzender der Landmaschinenmechaniker-Innung Nordbaden bis 1996. Von 1996 bis zur Fusion mit der Innung Südbaden im März 1997 Obermeister der Innung Nordbaden.

1979 Büroumbau in Ottersweier, Änderung des ehemaligen Büroraumes in einen Verkaufsraum.

1984 Verleihung einer Urkunde durch den damaligen Bundespräsidenten Carstens für die beispielhafte Leistung in der Berufsausbildung junger Menschen. Insgesamt wurden bis heute weit über 80 Lehrlinge in dem Betrieb ausgebildet.

1988 Komplette Hof- und Wegebefestigung mit Entwässerung.

November 1997 Verleihung des Goldenen Meisterbriefes im Schmiedehandwerk an Josef Oechsle durch die Handwerkskammer Karlsruhe.

josef-oechsle-geschichte61998 Änderung der Gesellschaftsform in GmbH & Co. KG und Einsetzung von Wilfried Oechsle als Geschäftsführer ab 1999. Er ist seit 1979 mit Michaela Oechsle verheiratet. Sie haben einen Sohn und zwei Töchter. Michaela Oechsle ist seit 1997 mit im Betrieb tätig und für die Reparaturannahme und Rechnungsstellung zuständig. Sohn Stefan hat die Gesellenprüfung zum Landmaschinenmechaniker mit Erfolg abgeschlossen und arbeitete mehrere Jahre in verschiedenen Landmaschinen-Betrieben, um Erfahrung zu sammeln. Seit 2006 arbeitet er im Betrieb seines Vaters mit.

2007 Geschäftsübergabe an Wilfried Oechsle in der 3. Generation.

2011 Stefan Oechsle schließt erfolgreich seine Meisterprüfung ab.

2014 Stefan Oechsle tritt in die Geschäftsführung ein und übernimmt den Betrieb.

2015 Bezug des neuen Firmengebäudes in der Robert-Bosch-Str. 12d in Bühl.

Beschäftigung von derzeit 26 Mitarbeitern. Ausbildungsbetrieb mit derzeit einem kaufmännischen und vier gewerblichen Auszubildenden. Ein Mitarbeiter im Verkauf und Außendienst. Große Reparatur- und Kundendienstwerkstatt mit jährlich werksgeschultem qualifiziertem Fachpersonal, Kundendienstwagen für Reparaturen vor Ort. Langjährige Werksvertretung der Fabrikate John Deere, Honda, Sabo, Humbaur, BGU, Herkules und Pellenc. Seit vielen Jahren wird das Fabrikat Stihl gehandelt, und seit 2006 ist der Betrieb als Stihl-Dienst autorisierter Händler.

Ersatzteillager mit ca. 20.000 ständig vorrätigen Teilen und zwei qualifizierten Mitarbeitern.

Unter dem Motto „100 Jahre – wir haben die Erfahrung“ wird Qualität, Beratung, Service und Kundendienst geboten, was der große Kundenstamm des Unternehmens zu schätzen weiß.