Müttarbeiterinnen des Monats

Flexible Arbeitszeiten, halbtags und in Teilzeit bei Josef Oechsle

Nicole Kimmel ist seit vier Jahren bei Josef Oechsle. Sie hat einen Sohn (12) und eine Tochter (9). Die gelernte Speditionskauffrau kümmert sich vor allem um Garantien und hat Sie bestimmt schon mal an der Kasse begrüßt. Isabell Guellier-Rau kam 2018 zu uns. Die Mutter von drei Kindern (7, 9 und 20 Jahre alt) hat eine Ausbildung zur Automobilkauffrau absolviert. Im Oechsle-Team verantwortet sie die Rechnungen, unterstützt den Werkstattleiter und erkundigt sich bei der Reparaturannahme, wie man Ihnen weiterhelfen kann. Kimmel und Guellier-Rau arbeiten halbtags und meist zu unterschiedlichen Zeiten, die eine über die ganze Woche vormittags, die andere über zwei volle Tage. „Wir sind gut für das Arbeitsklima“, lachen beide laut. Man glaubt es ihnen sofort.

Warum die Entscheidung für Teilzeit?

Nicole Kimmel Na ich mag für meine Kinder da sein, arbeite gerne und will auch was für mich machen. So gelingt mir beides, ich kann mich weiterentwickeln und neue Dinge lernen.

Isabell Guellier-Rau Seh´ ich auch so, mit der Halbtags-Lösung man kann beides verbinden. Und das hat sich gerade während der letzten Corona-Monate gezeigt: Wenn es um die Versorgung der Kinder geht, kann man sich problemlos untereinander arrangieren, mal Tage tauschen. Es findet sich immer eine Lösung.

Und trotzdem bleibt nix liegen?

Nicole Kimmel Nein. Es gibt Deadlines, da müssen Dinge fertig und unsere Arbeit gemacht sein. Der Chef vertraut uns. Er weiß, dass wir beides verlässlich erledigen und deshalb haben wir hierfür Spielräume.

Isabell Guellier-Rau
Man springt man ein und hilft sich gegenseitig, selbst in der Hochsaison, wenn alle, aber echt alle am Limit schaffen. Das klappt, weil man hier schnell zum eingespielten Team wird.

Was gibt´s über die Arbeit hier sonst noch zu sagen?

Nicole Kimmel Also… tolles Betriebsklima, der Chef ist klasse. Das Vertrauen in meine Arbeit zu spüren, das tut gut. Die Vielfalt der Aufgaben, die unterschiedlichen Themen - es wird nie langweilig.

Isabell Guellier-Rau
Ich hab´ das Gefühl für niemanden hier ist das einfach nur „ein Job“. Man schafft gemeinsam, bringt viel voran und vergisst nie, dass es ein Leben nach der Arbeit gibt. Die Mischung aus Jungen und Junggebliebenen gefällt mir, und die Stimmung. Selbst wenn es manchmal besser ist, wegzuhören und nicht alles zu ernst zu nehmen: Zum Feierabend geht man gut auseinander.

Große Maschinen, Traktoren, technische Geräte - alte Klischees würden sagen das ist eine Männerbranche…

Nicole Kimmel War für uns nie eine Sorge, oder Isabell? Vielleicht auch wegen unseren Ausbildungen, da haben wir schon mit Männern gearbeitet.  

Isabell Guellier-Rau
Das ist hier echt kein Thema. Wir sind ja nicht die einzigen Frauen im Team. Die Jungs wissen genau, dass wir uns alle brauchen. Und wenn die Kollegen mal in der Bredouille stecken, dann fragen sie noch charmanter als üblich um Unterstützung …


„Als Mutter ist Flexibilität im Job nicht immer einfach, aber hier im Betrieb immer machbar.“

Was braucht´s, damit man und frau hier gerne arbeitet? 

Nicole Kimmel Wenn man umgänglich ist, hilft das schon mal viel. Flexibel sein, selbstständig arbeiten können und im Team mitschaffen wollen.

Isabell Guellier-Rau
Bereit sein Neues zu lernen ist gut, und einspringen, wenn es darauf ankommt.

Wie kommt es bei den Kindern an, dass Mama große Traktoren verkauft?

Nicole Kimmel Die interessieren sich nicht für sowas, aber meine Jüngere kommt ab und an wegen den Kollegen und Kolleginnen mit, die mag sie sehr.

Isabell Guellier-Rau
Als ich noch in einem anderen Unternehmen war, haben meine Kinder gemerkt, dass ich dort nicht glücklich bin. „Mama, such´ dir bitte eine andere Arbeit!“ haben sie immer wieder gesagt. Heute sind sie froh, dass ich gut gelaunt nach Hause komme.