Unsere 10 Garten-Tipps für den Herbst

 

1. Herbst-Wellness für den Rasen

Nach diesem heißen Sommer verdient Ihr Rasen ganz besondere Aufmerksamkeit. Befreien Sie ihn regelmäßig vom Laub, weil es das Gras sonst „ersticken“ kann. Unschöne gelbe Flecken sind die Folge. Ein letzter Vertikutiervorgang im Herbst erschwert das Mooswachstum. Weist Ihr Rasen kahle Stellen auf, sind die lauen Herbsttemperaturen ideal, um an windstillen Tagen nachzusäen. Sollte der pH-Wert des Rasens nach dem Vertikutieren <5 sein, ist eine letzte Kalkung (= stickstoffarm, Zellwände werden gefestigt und die Salzkonzentration in Pflanzenzellen erhöht) vor dem Winter empfehlenswert. Der Rasen ist nun aufgelockert und kann die Nährstoffe gut aufnehmen.

Vor der Winterpause wird er ein letztes Mal gemäht. Halten Sie ihn nicht zu kurz – etwa 4 cm -, denn in zu kurz geschnittenen Rasen kann leicht Frost eindringen. Hingegen kann Schnee bei zu langem Rasen die Halme brechen lassen. Halten Sie am besten bis November Ihren Mäh-Rhythmus bei.

Nun ist Ihr Rasenmäher am Saisonende an der Reihe: Tank leeren, Ölstand prüfen, säubern und die Messer schärfen. So ist er gleich fit fürs Frühjahr. Gerne können Sie auch bei uns einen Mäher-Checkup vereinbaren. Lagern Sie Ihren Mäher über den Winter trocken und frostfrei.

2 Obst und Früchte unbedingt aufsammeln

Entfernen Sie Früchte und Obst unter Obstbäumen, damit sich in dem matschigen Fallobst gebildete Sporen und Pilze nicht ungewollt im nächsten Frühjahr vermehren können.

3. Pflegearbeiten so anlegen, dass sie den Nützlingen nicht schaden.

Nachhaltigkeit ist auch bei der herbstlichen Gartenpflege ein Muss, finden wir. Dazu gehört sicherlich, dass nicht jedes Laubblatt entfernt werden muss. Laub auf Beeten oder unter Gehölzen schützt den Boden und bietet nützlichen Kleintieren über den Winter Unterschlupf. Das gilt aber nicht für Ihren Rasen – s. oben. Schneiden Sie Sträucher mit Samen- und Fruchtständen idealerweise erst im Frühjahr, denn sie sind zum einen auch für Insekten zum Überwintern geeignet und gleichzeitig bilden sie eine Nahrungsquelle. Auch einige Vogelarten können darin nisten. Achten Sie bitte im Frühjahr vor dem Rückschnitt darauf, dass kein Bewohner mehr darin lebt. Ein belebter Garten ist doch viel reizvoller als ein perfekt cleaner.

4. Wenn das viele Laub so richtig nervt…

Laub auf dem Rasen unbedingt regelmäßig entfernen, damit er im nächsten Jahr eine grüne Wonne ohne gelbe Flecken ist. Auch Gehwege, Terrassen & Co. hat man gerne laubfrei. Nicht allen reicht zum Entlauben ein einfacher Rechen oder Besen, da es doch bei großen Flächen sehr mühsam damit sein kann. Laubbläser und Laubsauger sind eine enorme Erleichterung. Bitte achten Sie bei der Benutzung auf die Kleintiere, die sich im Laub befinden können. Das Laub wegblasen kann dort besser sein als saugen. Übrigens: Leiser und abgasneutral sind akkubetriebene Geräte. Wir beraten Sie dazu gerne.

Tipp: Manchmal kann auch der Rasenmäher mit Auffangkorb helfen, Laub leicht und schnell einzusammeln.

Natürlich freut sich der Kompost und die Grünschnittanlage über Ihr Laub. Doch auch Blumenbeete mögen nach der Verrottung der Blätter den wertvollen Humus. Deshalb ruhig mit der Gartenkralle Laub in den Boden der Beete einarbeiten und dort verrotten lassen. Doch Vorsicht: Verwenden Sie kein Laub von Bäumen, die von Schädlingen oder Pilzen befallen sind! Dieses getrennt aufsammeln und direkt entsorgen.

5. Beste Erde, Dünger und „Sparschwein“: Tausendsassa Komposthaufen

Rein mit den ganzen Abschnitten und organischen Abfällen und für sich arbeiten lassen: ein Hoch auf den Komposthaufen. Der dort entstandene Kompost verbessert Böden und liefert beste Erde. So macht er auch Torfverbrauch unnötig – zum Schutz unserer Moore und damit auch unseres Klimas.

6. Kurzhaarschnitte im Herbst

Rückschnitt lässt Pflanzen im nächsten Jahr wieder in voller Blüte erstrahlen. Doch nicht jede Pflanze sollte im Herbst ihren Schnitt erhalten. Frühjahrsblühende Pflanzen und Rosen sollte man z.B. erst im Frühjahr schneiden. Rosen vor dem Austrieb ruhig kräftig. Im Herbst sind Gehölze wie Obstbäume, Ahorn, Akazien, Birken und Pappeln an der Reihe. Nach der Schutzzeit können ab 1. Oktober auch wieder Hecken gründlich nachgeschnitten werden. Scharfes und passendes Werkzeug ist dafür ein Muss – auch zu Ihrer eigenen Sicherheit. Wir beraten Sie gerne zu Heckenscheren, Rosenscheren & Co. Halten Sie immergrüne Hecken kurz geschnitten, so vermeiden Sie Löcher und halten sie blickdicht.

7. Vorarbeit fürs Frühjahr: Zwiebeln stecken und Samen sammeln

Was im Frühjahr blühen soll, muss nun im Herbst in die Erde gebracht werden: Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Schneeglöckchen & Co. Doch wählen Sie dafür nicht eine Zeit, die noch zu warm ist. Die Zwiebeln benötigen kalten Boden. Erst die Kälte soll die Schale der Zwiebel aufbrechen.

Wer seine Pflanzen kostengünstig selbst vermehren will, sammelt im Herbst Samen. Nach dem Sammeln die Samen aus den Kapseln vorsichtig lösen und auf Papier trocknen lassen. Danach trocken und lichtgeschützt lagern. Die restlichen Samenstände nicht abschneiden, denn sie sind wertvolle Nahrung für Kleintiere in Ihrem Garten über den Winter. Außerdem schauen viele Frucht- und Samenstände im winterlichen Garten fast magisch aus.

8. Deko in Hülle und Fülle frei Haus – nein, Garten 😉

Ist der Herbst nicht der wunderbarste Lieferant von Deko: buntes Laub, Zapfen, Kastanien, Blütenstände z.B. von Hortensien oder Beeren. Gehen Sie doch mal auf die Suche. Es eignet sich zum Auslegen auf Tischen, zum üppigen Füllen von Vasen oder auch zum Binden von herbstlichen Kränzen. Letztere kann man sogar wunderbar weiter trocknen lassen und längere Zeit nutzen.

9. Werkzeugpflege? Ja, bitte!

Natürlich verkaufen wir Ihnen gerne neues Gartenwerkzeug. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn man nach dem Winter voller Elan im Frühjahr loslegen will, und das Werkzeug ist verschmutzt, verrostet oder kaputt. Investieren Sie im Herbst etwas Ihrer Zeit für die Werkzeugpflege: säubern, ölen, warten und schadensfrei verstauen. Wenn wir Ihnen bei der Wartung helfen dürfen – z.B. beim Ölwechsel oder Messerschärfen –, dann melden Sie sich gerne bei uns in Bühl.

10. Gartencheck für 2019

Vielleicht haben Sie zum Jahresabschluss ein wenig Ruhe und Muße, einen kleinen Gartencheck zu machen. Laufen Sie durch Ihren Garten mit Block und Bleistift „bewaffnet“, und notieren Sie am besten, wo Sie Baustellen für das nächste Jahr haben, evtl. neue Pflanzen brauchen, alte umsetzen oder entfernen möchten, Deko, Wasserstellen oder Sitzgelegenheiten integrieren möchten, neues Werkzeug brauchen… Der Spätherbst ist ideal dafür. Außerdem ist bald Weihnachten, und das ein oder andere „Gartengeschenk“ ist vielleicht ein guter Tipp für Ihre Lieben. Am besten Sie halten die Pläne zusätzlich mit Bildern oder Skizzen fest. Diese Internetseiten können auch eine tolle Inspirationsquelle sein: https://www.houzz.de/ oder https://www.pinterest.de/ – neben vielen Gartenmagazinen im Netz.

Bilder: Titel – stock.adobe.com; Tipp 1 – 3, 5, 7-10 stock.adobe.com; Tipp 4 – Pellenc; Tipp 6 – Stihl