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Wie mäht man extensiv genutzte Grünlandflächen ökologisch nachhaltig?

Die artenreichsten Lebensräume für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten in der Agrarlandschaft sind extensiv genutzte Grünlandflächen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Streuobstwiesen, Hanglagen oder Wegränder. Meist sind diese Wiesen – oder auch Magerwiesen – durch Rodung ursprünglich meist bewaldeter Flächen entstanden und zeichnen sich durch langjährige Bewirtschaftung durch den Menschen aus. Wie man solche Grünlandflächen nachhaltig aus ökologischer Sicht richtig pflegt und mäht, dafür möchten wir hier einige Tipps geben.

Mähen – ja oder nein?

Das hohe Gras von extensiv genutzten Grünflächen (Form der Grünlandwirtschaft mit geringem Viehbesatz und ohne Düngung) bietet vielen Tieren und Pflanzenarten einen optimalen Lebensraum. Deshalb sollte diese Art von Wiesen möglichst selten gemäht werden. Nichtmähen ist aber dennoch keine Lösung, um Verbuschung zu vermeiden. Entscheidend ist hier das Wie, Wie oft und Wann!

In jedem Fall sollte man sich bewusst machen, dass durch jede Mahd dort lebende Tiere ihres Lebensraums schlagartig beraubt werden oder gar direkt zum Opfer fallen. Man steckt in einem Mäh-Dilemma. Die Firma AS-Motor, mit der wir von Josef Oechsle eng zusammenarbeiten, hat für die extensive Grünlandflächenpflege mit seinen Balken-, Alles- und Hochgrasmähern ein spezielles Programm und Hilfestellung extensive Grünlandpflege AS-Motor entwickelt, die es erleichtern, ökologische Grünlandflächen zum Schutz und Erhalt der Artenvielfalt auch auf den eigenen Wiesen zu schaffen. Einige Tipps daraus möchten wir hier aufgreifen.

Wie vorgehen bei der ökologischen Grünlandflächenpflege?

Vorweg – generell gilt: Weniger mähen ist mehr Artenschutz. Es gibt allerdings keinen Masterplan, d.h. optimalen Mähzeitpunkt, der alle Arten gleichzeitig ideal schützen kann. So muss man genauer hinsehen.

  1. Wie oft?
    Um eine Verbuschung der Wiesen zu vermeiden, empfiehlt es sich in unseren Breitengraden, ein- bis zweimal im Jahr zu mähen. Ausgenommen sind sogenannte Magerwiesen (Standorte mit niedrigem Nährstoffniveau und geringer Nutzungshäufigkeit, die nicht gedüngt werden). Diese werden nur alle zwei bis drei Jahre gemäht, am besten in zwei bis drei Mähschritten, und das Schnittgut wird aufgesammelt.

  2. Wann?
    Der klassische Zeitpunkt für die erste Mahd von extensiv genutzten Grünlandflächen ist zu Beginn der Vegetationsperiode ca. bis Mitte März. Die Ausnahme stellen blütenreiche Flächen dar. Diese werden erst dann gemäht, wenn mindestens die Hälfte der Pflanzen verblüht sind und – das ist das Entscheidende – für die nächste Blüte ausgesamt haben.

    Eine zweite Mahd ab Mitte Juli gilt als hilfreich für die Pflanzen, aber auch für die Lebewesen in der Wiese wie Insekten, Vögel und sonstige Wildtiere. Kann man die zweite Mahd erst im Herbst vollziehen, hilft das den Vögeln, Amphibien, Reptilien und Säugetieren noch besser. Eine sehr späte Mahd im Herbst kann sich allerdings negativ auf die Artenvielfalt der Pflanzen auswirken. Bei einem Mähen nach der Vegetationszeit kann das Schnittgut durch die fehlende Wärme nicht mehr gut verrotten, und einige Tiere werden bereits in ihrer Winterruhe gestört.

  3. Zu welcher Tageszeit?
    Zum Schutz der nektarsuchenden Insekten mäht man am besten in den frühen Morgenstunden oder am Abend.

  4. Wie?
    Mit dem Hochgrasmäher, Balkenmäher oder Allesmäher, werden Sie jetzt sagen. Stimmt, aber auch hier können Sie Arten schützen, indem Sie Ihre Arbeitsrichtung beim Mähen beachten. Um den in der Mähfläche befindlichen Tiere eine Flucht zu ermöglichen, ist es ideal, von der Flächenmitte nach außen hin zu mähen. Sie fahren also mit Ihrem Hochgrasmäher an einem schmalen Stück in Richtung Wiesenmitte und arbeiten sich dann kreisförmig nach außen vor. Die Tiere können so nach außen über das noch stehende Hochgras flüchten. An Weg- oder Straßenrändern können Sie sich vom Weg in Bahnen nach innen arbeiten.

    Bei sehr großflächigen Mähflächen ist es sinnvoll, zum Schutz der Tiere in Etappen zu mähen! So schaffen Sie Flucht- und Ausweichflächen ganz einfach. Diese sogenannten Altgrasstreifen sollten ca. 10 x 50 Meter groß sein. Sie werden dann erst im Folgejahr gemäht. Während im Folgejahr ein anderer Wiesenteil nicht gemäht und stehen gelassen wird, usw.: Stichwort rotierende Brachstreifen.

  5. Wie hoch?
    Zum Schutz der Arten am Boden empfiehlt sich eine Schnitthöhe von mindestens acht Zentimetern.

Klar muss an dieser Stelle sein, dass man durch eine noch so gezielte Mahd nicht alle Lebewesen schützen kann, aber mit diesen Tipps können Sie etwas zum Schutz der Arten nachhaltig beitragen.

Diese Hochgrasmäher können Ihnen dabei helfen:

AS-Motor Geräteträger AS 600 MultiPro – eine Maschine für unterschiedliche Einsatzzwecke

Oszillierende Grasschneidetechniken, besser bekannt als „Balkenmäher”, sind beim Mähen besonders schonend zu Insekten und Kleinlebewesen. Die gegeneinander laufenden, dreieckigen Klingen schneiden das Gras wie eine Schere sauber ab. Die Gräser und Pflanzen verbleiben unzerkleinert und in voller Länge auf der Oberfläche und beginnen zu trocknen. In kurzem zeitlichem Abstand kann das Gras durch Wenden oder Zetten getrocknet werden und dann durch Schwaden und Aufsammeln als Heu verwendet werden. Das Abtragen des Schnittguts kann manuell, mit Ladewagen oder mit Ballenpresse erfolgen.

Herkules SH 71 BL

Dieser Allesmäher ist für extremes Gelände konstruiert, wo höchste Anforderungen an Mensch und Maschine gestellt werden. Das professionelle Aluminium-Getriebe sorgt für gleichmäßige Geschwindigkeiten bei starkem Gefälle und verfügt über drei Vor- und einen Rückwärtsgang. Das speziell gehärtete Messer aus hochwertigem Stahl wird über einen kräftigen Keilriemen angetrieben. Der Herkules SH 71 BVL eignet sich ideal für den universellen Einsatz auf intensiv und extensiv zu pflegenden Flächen. Mit dem optionalen Mulchring können Sie den Mäher schnell auf umweltfreundliche Mulchtechnik umrüsten.

Der leistungsstarke Hochgrasmäher von AS-Motor – der AS 63 4T B&S

Mähen und Zerfasern in einem Schritt. Ausgerüstet mit einem Kreuzmessersystem, schneidet und zerkleinert der AS 63 4T B&S problemlos hohes Gras mit leichtem Gestrüpp bis zu 90 cm. Geeignet ist das Gerät für leichte und mittlere Hanglagen mit einer komfortablen, sicheren und einfachen Bedienung.

Die Alternative zum Balkenmäher, leichtes Handling, einfacher Transport – der AS 585 KM von AS-Motor

Mit diesem Mäher von AS-Motor ist die Futterherstellung für Tiere effizient und komfortabel möglich. Gearbeitet wird nach dem Trommelmähwerk-Prinzip. Dieses besteht aus einer Mähtrommel mit den Messern und dem Gleitteller. Der unterhalb der Mähtrommel befestigte Gleitteller sorgt für die parallele Bodenauflage des Mähwerks und bestimmt gleichzeitig die Schnitthöhe. Mit einer Schnittbreite von 62 cm schafft der Kreiselmäher eine Flächenleistung von bis zu 1.500 m² pro Stunde.

Bequemer geht es mit dem Herkules Aufsitzmäher RM 830 Hydro / Honda GXV 390

Der Herkules RM 830 Automatik ist der neue Einstieg in die Klasse der Aufsitzmäher mit Hydrostat und Differenzialsperre – ein Profi für unebenes Gelände, Unterholz, Weinreben, Hochgraswiesen und Obstplantagen. Selbst kleinere Bäume und Büsche sowie dichtes Gestrüpp stellen kein Hindernis dar. Der verstärkte Rohrrahmen, die kompakte Bauweise und der besonders tiefe Schwerpunkt garantieren ein sicheres Arbeiten auch unter extremen Bedingungen. Zusätzlichen Seitenhalt an Hanglagen bietet das spezielle Ackerstollenprofil, das mit seinen weit auseinander gezogenen Stollen auch bei feuchtem Boden nicht verstopft.

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